Behandlungsmöglichkeiten bei Eierstock-Zysten

Dieses Thema im Forum "Krankheiten" wurde erstellt von SusanneC, 15. Januar 2012.

  1. SusanneC

    SusanneC Erfahrener Benutzer

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    Die Vorgeschichte zu diesem Thread ist bei Enyas Zysten-OP zu finden. LG, Aika


    Hallo!

    Das freut mich, dass sie ihre Op so gut überstanden hat!

    Aber ich hätte eine Frage: ist das bei euch Schweizern allgemein üblich mit einer OP? Hier in Deutschland ist man mittlerweile dazu übergegangen, Zysten erst mal Homöopathisch zu behandeln, was in 90% der Fälle auch völlig ausreichend ist - auch große Zysten werden dadurch deutlich kleiner, hormonell aktive sind kein grund mehr zu heftigen Verhaltensauffälligkeiten, und es geht ihnen sehr viel besser. Nur in ganz seltenen Ausnahmefällen ist noch eine OP notwendig, wenn die Homöopathischen Mittel nicht anschlagen.
     
  2. Aika

    Aika Administrator Mitarbeiter Admin

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    Das würde mich auch sehr interessieren!

    Wer hat Erfahrungen mit alternativen Behandlungen bei Zysten?
     
  3. SusanneC

    SusanneC Erfahrener Benutzer

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    Also ich kann gleich mal von 4 eigenen und 12 Schweinchen von Freunden berichten, dass die Behandlung alleine mit Ovaria Comp. völlig ausreichend war. Eines hat parallel Hormonspritzen beim Tierarzt benötigt. Bei einem wurde das Ovaria zu früh abgesetzt und hat dann bei erneuter Gabe nicht mehr gewirkt, es musste dann operiert werden. Nur bei einem wurde Ovaria konsequent durch gegeben als Dauermedkation (0,5ml zwei mal die Woche) und die Zysten haben sich trotzdem weiter vergrößtert.

    Am überzeugendsten fand ich ein Weibchen, dessen Zysten wirklich riesig waren, hat sich angefühlt als wäre sie Schwanger oder hätte Golfbälle verschluckt, und nach zwei Wochen waren die Zysten nur noch so groß wie eine Kirsche, nach vier Wochen nicht mehr tastbar. Damit waren auch die Verhaltensprobleme wie weg geblasen.
     
  4. Letti

    Letti VIP-User VIP

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    Ich habe - in mehreren Fällen - 100 % gute Erfahrungen gemacht mit der homöopathischen Zystenbehandlung. Zysten verschwanden, Verhaltensauffälligkeiten ebenso. Auch begannen nach einer zweiwöchigen Therapie auf eventuellen Kahlstellen wieder Haare zu spriessen. Folgende Komplexmittel kamen bei mir zum Einsatz:

    -Hormeel ad us. vet. (Heel)
    -Ovarium Compositum ad us. vet. (Heel)

    diese im täglichen Wechsel gegeben.

    In einem Fall kam es hier zu starkem Haarverlust, weshalb ich zu obengenannten Mitteln zusätzlich noch Cutis Compositum (Heel) alle drei Tage beimischte.

    Achtung! OVARIA COMP. der Firma Wala ist bei Zysten kontraindiziert!
    Das richtige Mittel gegen Zysten hiesse Ovaria Comp/Magnesium Sulfuricum. Wegen der Kombination mit Magnesium und Sulfur kann es aber zu heftigen Durchfällen kommen, somit eignet sich dieses Mittel für Meerschweichen nicht.

    Wichtig dünkt mich hier - wie bei allen Befindlichkeitsstörungen der Muiger - eine Früherkennung des Problems und die Absicherung der Diagnose durch einen Tierarzt. Nach erfolgter homöopathischer Therapie dünkt mich eine Nachkontrolle sinnvoll.
     
  5. Prezzi

    Prezzi VIP-User VIP

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    Hallo Susi und Arletta

    Danke für Eure Infos. Das habe ich nicht gewusst, dass auch grosse Zysten allein durch homöopathische Behandlung erfolgreich zum Verschwinden gebracht werden können. Ich dachte bisher, die Homöopathie sei nur bei den kleinen hormonell aktiven Zysten eine wirklich erfolgversprechende Option.

    Enya hatte ja mit ihren gerade mal zwei Jahren bereits riesige Dinger. Sie zeigte jedoch nur ganz wenig Verhaltensauffälligkeit mit gelegentlich etwas Aufreiten bei den anderen Weibchen. Haarausfall hatte sie auch keinen. Ich befürchtete aber baldige Probleme durch Organverdrängung.

    Bei der OP hat sich dann gezeigt, dass auch die Gebärmutter seltsam verwachsen war. Ich denke, in Enyas Fall war es sicher gut, dass sie operiert wurde; nun haben wir definitiv Ruhe.

    Beim nächsten Zystenschweinchen werde ich es nun aber sicher erst mal mit einer homöopathischen Behandlung versuchen. :dank:
     
  6. SusanneC

    SusanneC Erfahrener Benutzer

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    Hallo!

    grundsätzlich sind ja auch sehr große Zysten "nur" mit Flüssigkeit gefüllte Zellen. Wenn also die Flüssigkeit abläuft oder die Dinger Platzen sind auch die riesigsten Zysten erst mal wieder weg.
     
  7. Fray

    Fray VIP-User VIP

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    Hallo miteinander
    Ich habe die unterschiedlichsten Erfahrungen mit alternativen Heilmethoden gegen Zysten gemacht.

    • Mit einem Einzelmittel aus der klassischen Homöopathie mittels Anamnese (die braucht es, weil es dafür kein dreiwertiges Mittel gibt, dafür 9 zweiwertige)
    • Mit einem potenzierten Substitut als Komplexmittel wie Ovaria hyp. comp.
    • Mit Schüssler Salzen

    Die Ergebnisse, bzw. Heilerfolge waren durchmischt: Zu etwa 50 Prozent konnte das Tier kuriert werden, die andere Hälfte musste schliesslich doch zur OP, davon starb eines kurz davor. Die Halterin konnte nicht schnell genug einen Termin abmachen, leider.

    Bei kleinen Zysten, die sehr oft hormonell viel aktiver sind, würde ich es auf jeden Fall zuerst mit der Alternativmedizin probieren. Anhand des auffälligen Verhaltens ist nach Therapiebeginn sehr schnell ersichtlich, ob die Behandlung anschlägt oder nicht.
    Weibchen mit grossen Zysten (die sich sehr schnell mit Flüssigkeit gefüllt haben), sind vom Verhalten her meistens gar nicht so auffällig, einige verlieren nicht einmal Haare. Das sind m.E. die gefährlichen Fälle, die dem Tier das Leben kosten können. Und da gibt's nur eins: Ab zur OP, denn Therapien mit alternativer Medizin brauchen oftmals etwas Zeit, um wirken zu können. Und diese Zeit hat man nicht immer.
    Meine Zora zum Beispiel, die hatte ich 10 Tage vorher noch in den Händen und habe den TÜV gemacht. Da sie ein eher pummeliges Tier mit Wuschelhaaren ist, habe ich keine Auffälligkeiten feststellen können. Vom Verhalten her war sie unauffällig. Nur der Haarausfall 10 Tage später liess mich sie nochmals genauer betrachten und da war schon eine massive Beule rechts. So schnell kann das gehen.

    Nun, wenn die Zyste einkammerig ist, mag das stimmen. Wenn man Glück hat, verklebt das Gewebe sogar und sie füllt sich nicht wieder. Aber diese Garantie hat man nicht.
    Ist die Zyste aber mehrkammerig, ist nichts mit "Platzen", das ist dann nur noch Organverdrängung.

    Mein Fazit aus all den Fällen:
    Ich therapiere keine Weibchen mehr mit grossen Zysten, sondern halte die Leute an, eine Operation abzumachen, wenn die Umstände dafür sprechen. Im Falle von schlechtem Allgemeinzustand oder hohem Alter muss wieder separat geschaut werden, das ist ganz klar.

    Liebi Grüess,
    Gabriela
     
  8. Anabel

    Anabel Moderator Mitarbeiter Admin

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    Hallo

    Ich habe bis jetzt nur 1 Weibchen mit grossen Zysten gehabt: Frederike.

    Die Zysten sind rasant gewachsen. Auch bei ihr zeigte sich bei der OP, dass sie noch einen Tumor hatte. Grosse, rasch wachsende Zysten würde ich immer operieren lassen. Die Gefahr einer Verdrängung der Organe und wie Fray sagte, dass eine schnelle Therapie eher unwahrscheinlich ist, sind die Kriterien für die OP.

    Frederike ist jetzt 5.5 Jahre alt, bei der OP war sie vor dem 5. Lebensjahr. Sie hatte nach der OP keine Probleme. Heute zeigt sie sich in sehr gutem Allgemeinzustand. Nicht gerade ein Dickerchen, aber gute 1000g.

    Gruss
    Jasmin
     
  9. ZENKIS

    ZENKIS Erfahrener Benutzer

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    Bei meiner Goldie hat die Tierärztin eine Hormonspritze gegeben gegen die Zysten. Nachbehandlung (2. Spritze) nach 10 Tagen. Sie hat sehr gut darauf angesprochen, sodass die Zysten nachher nicht mehr tastbar waren. Sollten sie wiederkommen werden wir wieder spritzen oder je nachdem operieren. Bis jetzt ist tiptop und ich glaube sie fühlt sich wohl.
     
  10. Minnie

    Minnie Neuer Benutzer

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    Alternative Behandlungsmethode bei hormonaktiven Eierstockzysten

    Hallo zusammen

    Hat jemand Erfahrung mit den Globuli Magnesium Sulfuricum/Ovaria Comp. von Wala bei Meerschweinchen? Da die Verabreichung einfacher sei, werden bei Meerschweinchen ja meistens die Magnesium Sulfuricum/Ovaria Comp. - Ampullen, anstatt die Globuli angewandt. Häufig liest man davon, dem Meerschweinchen soll all 2 Tage eine Ampulle verabreicht werden. Die Globuli sind mir jedoch viel sympathischer: 1 Ampulle entspricht nämlich mindestens 120 Globuli (wieso auch oben genannte Warnung betreffend Durchfall bei zuviel Magnesium/Sulfuricum bei den Ampullen Sinn ergibt) ...

    Hat jemand Dosierungsvorschläge für die Globuli Magnesium Sulfuricum/Ovaria Comp. von Wala?
    Da es sich um tiefe Potenzen (meist D4) handelt und das Problem eher chronisch ist, dachte ich an 1x5 Globuli pro Tag. Denkt ihr, das wäre was?

    Danke schon mal vielmals!!!
     
  11. Fray

    Fray VIP-User VIP

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    Hallo Minnie

    Ich kenne mich mit der Dosierung dieses Mittels nicht mehr aus, denn anscheinend hat der Hersteller das Verfahren geändert und ist auf anthroposophisch umgestiegen. Die Einzelmittel werden zwar noch potenziert, mit Homöopathie hat es aber nichts mehr zu tun. Die Grundsätze kommen dann von R. Steiner und nicht von S. Hahnemann.

    Ich würde aber auf jeden Fall die Globuli wählen statt der Ampulle. Die Dosierung ist einfacher (die Verabreichung via Spritze dieselbe). Mit der Ampulle ist das immer so eine Umfüllerei.

    Mehr als einmal täglich würde ich aber wohl nicht geben, denn diese tiefen Potenzen haben einen ganz erheblichen Anteil an physiologischen Substanzen drin. Und wenn du nach spätestens. einer Woche keine leichte Besserung siehst, solltest du mit der Verabreichung aufhören, dann trifft das Mittel nicht. Die Gefahr einer Schädigung durch ein falsch gewähltes Mittel ist nicht zu unterschätzen.
    Aber die Dosierung steht evtl. sogar auf dem Beipackzettel?

    Liebi Grüess,
    Gabriela
     
  12. SusanneC

    SusanneC Erfahrener Benutzer

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    Hallo!

    Ich verwende dieses Präparat hier:
    http://www.apo-rot.de/indexdetails.html?_filterartnr=4826984&partnerid=google_merchant

    davon gibt es Anfangs jeden Tag, wenn es dem Schweinchen besser geht nur noch 1-2 mal die Woche jeweils 0,5ml oral. Und damit habe ich echt nur beste Erfahrungen. So eine Packung hält dann auch 4-6 Monate...

    Globulis habe ich einmal probiert, die haben aber nicht angeschlagen. das flüssige dagegen sofort beim selben schweinchen.
     
  13. Minnie

    Minnie Neuer Benutzer

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    Danke für eure Antworten!

    Leider gab es keinen Beipackzettel zum Magnesium sulfuricum / Ovaria comp. von Wala dazu. Als ich nach Dosierungsvorschlägen gegoogelt habe, bin ich auf die Angabe 1-3x täglich 5 Globuli gestossen. Allerdings waren dies Dosierungsvorschläge für Menschen. Ich habe zwar mal irgendwo gelesen, dass es in bei der Dosierung von Globuli keine Rolle spielt "wie schwer das zu behandelnde Lebewesen" ist - da es sich bei diesem Produkt ja aber um ein anthroposophisches Mittel handelt, war ich ein bisschen verunsichert.

    Ich denke, ich gebe meinem Schweinchen 1 - 2 Wochen lang jeden Tag 5 Globuli dieses Kompositums von Wala. Wenn ich bis dann noch keine Besserung bemerken kann, versuche ich es mit dem Ovarium compositum ad us. vet. von Heel. Falls dann auch das Compositum von Heel nach max. 2 Wochen noch keine Wirkung zeigt, werde ich es mit "individueller Homöopathie (Besuch bei Tiernaturheilkundlerin)" versuchen.

    Ich habe nun gestern mit der Therapie mit dem Kompositum von Wala begonnen (habe dem Schweini sicherheitshalber erstmal bloss 1 Globuli gegeben, weil ich ja nicht wusste, ob es auf irgendeinen Inhaltsstoff negativ reagiert) und habe ein gutes Gefühl:dau:

    Merci und liebe Grüsse!
     
  14. Minnie

    Minnie Neuer Benutzer

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    Hoi zäme!

    Wollte bloss mal einen Zwischenbericht liefern:
    Dank dem Magnesium Sulfuricum/Ovaria Comp. von Wala sind die Eierstöcke meines Meerschweinchens auf normale Grösse zurückgegangen! Echt toll!!:lol:
    Die Eierstockzyste hat sich leider nicht zurückgebildet, deshalb habe ich das Wala-Mittel abgesetzt und probiere nun das Ovaria comp. von Heel aus.

    Für alle SchweizerInnen:
    Laut meiner Apotheke, kann man in der Schweiz das "Ovarium compositum (suis) Injektionslösung 10 Ampullen à 2.2 ml von Heel" rezeptfrei bestellen lassen.
    Da ich dieses Produkt eigentlich bloss als "Ovarium compositum Ampullen ad us. vet. 5x5ml" von deutschen Homepages kannte, war ich erst ein wenig verunsichert, ob das Ovaria aus der Schweizer Apotheke, dem Produkt, das in DE erhältlich ist, entspricht.
    Meine Apothekerin hat deswegen den Hersteller angerufen. Dieser konnte bestätigen, dass ich das Ovaria aus der Schweizer Apotheke - ohne Zusatz ad. us. vet. - meinem Meeri verabreichen kann und es inhaltlich dem Produkt aus Deutschland entspricht.
    Auf den ersten Blick unterscheiden sich die Zusammensetzungen. Beim googlen hab ich dann aber festgestellt, dass die Zusammensetzung + Potenzierung identisch sind --> einzelne Inhaltsstoffe haben diverse Namen.

    Für die 10 Ampullen zu 2.2ml bezahlte ich 48.-- CHF, die 5x5ml Ampullen aus DE (http://www.apo-rot.de/) kosten EUR 12,47 + Versand in CH EUR 20,00...

    Weiss jemand, wie lange eine geöffnete Ampulle haltbar ist?

    Danke!