Grosse Zysten bei älterem Meerie -Operation oder Punktion

Dieses Thema im Forum "Krankheiten" wurde erstellt von Anabel, 30. Januar 2013.

  1. Anabel

    Anabel Moderator Mitarbeiter Admin

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    Hallo

    Unsere Frederike, 6.5 Jahre alt, hat grosse Zysten. Bereits vor rund einem Jahre wurde ihr der Eierstock links entfernt. Nun hat sie die Zysten rechts - und zwar pingpong-ball-gross.

    Frederike ist in einem sehr guten Allgemeinzustand. Hätte sie nicht schon ein ansehnliches Alter, würde ich sie operieren lassen. Aber bei 6.5 Jahre habe ich Bedenken. Trotzdem muss ich etwas unternehmen. Denn die Zysten sind so gross, dass sie bald auf die inneren Organe drucken, dann habe ich ein anderes grösseres Problem.

    Ich tendiere auf Punktion, aber ich weiss, dass damit die Ursache nicht behoben ist, sondern nur die Symptomatik. Das ist eine Frage der Zeit, dann füllen sich die Dinger wieder. Und dann kommt noch dazu, dass wenn ein Blutgefäss getroffen wird, sie innere Blutungen hat, die dann auch zur OP führen.

    Hat jemand Erfahrungen mit punktierten Zysten? Ich selber habe nur Frederike, die mit Zysten ein Problem hat. Ansonsten war ich bis jetzt verschont. Andere Anzeichen wie Haarverlust oder Unruhe hat sie nicht, einfach grosse Dinger.

    Während ich mir Sorgen mache, frisst sie in einer Ruhe ihre Portionen, haut Heu rein und die einzige Frage, die Frederike hat: wann gibt es wieder was zum Essen??

    Gruss
    Jasmin
     
  2. Locke

    Locke Prominenter Benutzer

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    Also ich habe ja zum guten Glück "noch" keine Erfahrungen machen müssen mit Zystengeschichten. Aber man weiss ja nie, wann man es selber mal hat.

    Meine Tä hat aber schon von einigen Schweinchen erzählt, die sie punktiert hat. Bei manchen kommt es dann nicht mehr und bei anderen füllen sich die Zysten dann wieder. Nur kann ich dir leider nicht sagen, ob meine Tä für eine Punktion in erster Linie ist, oder ob es die Halter einfach zuerst so probieren möchten.

    Ich war aber der Meinung schon mal gehört zu haben, dass es dabei auch Komplikationen geben kann, nur kommt mir grad nicht mehr in den Sinn welche.

    Ich würde sagen, es ist wieder mal eine 50 zu 50 Entscheidung. Es kann mit einer Punktion weggehen, halt aber auch wieder kommen und dann müssen sie trotzdem rausgenommen werden.

    Aber du hast ja anscheinend einen guten TA, der dich in dieser Beziehung sicherlich auch gut beraten kann.
     
  3. SusanneC

    SusanneC Erfahrener Benutzer

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    Hallo!

    Hast Du es schon mit Ovaria probiert? Ist Homöopathisch und ich habe seit jahren sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Ich finde, nen Versuch ist es auf jeden Fall wert, wenn es nach 2 Wochen noch nicht besser ist kann man ja immer noch punktieren.
     
  4. Locke

    Locke Prominenter Benutzer

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    Das Ovaria habe ich auch zu Hause. Mir wurde aber mal gesagt, dass es lediglich die Symptome bekämpfen kann (brommseln, Hormonspiegel regulieren etc), die Zysten davon aber nicht kleiner werden und dies ist ja hier das Hauptproblem, wegen der Organverdrängung.
     
  5. SusanneC

    SusanneC Erfahrener Benutzer

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    Ovaria lässt die Zysten auch deutlich kleiner werden - auf jeden fall habe ich das bei 3 verschiedenen Schweinchen deutlich tasten können. Und das innerhalb kurzer Zeit.

    Versuch es doch einfach mal für zwei Wochen und entscheide dann.
     
  6. Elvira B.

    Elvira B. Prominenter Benutzer

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    Ich habe damals bei Lotti die Zysten punktieren lassen, die waren riesig, die sind dann verklebt und haben sich nicht wieder gefüllt.

    Bei den anderen Mädels hab ich hom. Mittel gegeben und aller 4 Monate gabs 0,5 ml Delvosteron beim TA, aber es war trotzdem immer ein Auf und Ab.
     
  7. Fray

    Fray VIP-User VIP

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    Hoi Jasmin

    In dem Alter wäre punktieren wohl die erste Wahl. Es sollte in Begleitung mit Ultraschall gemacht werden, dann ist das Risiko relativ gering, wenn sich der Operateur auskennt. Ein Restrisiko bleibt natürlich immer, aber das wäre bei einer OP ja auch der Fall.

    Susanne, bei so grossen Zysten sollte nicht mehr homöopathisch behandelt werden, denn die wachsen in aller Regel sehr schnell weiter und die Gefahr der Organverdrängung wurde ja schon erwähnt.

    Homöopathisch vorgehen kann man gut bei kleinen, mehrkammerigen Zysten, die hormonell sehr aktiv sind. Da sieht man am Verhalten des Tieres, ob die Therapie anschlägt oder nicht. Die grossen sind ja meistens inaktiv und so kann von aussen sehr schlecht beurteilt werden, was denn nun Sache ist. Das ist in meinen Augen gefährlich und auch als klassisch-tätige (also mit Einzelmitteln) Homöopathin würde ich so ein Fall für die Behandlung ablehnen. Ein Tier mit diesem Befund muss tierärztlich behandelt werden.

    Ich drücke die Daumen für eine gute Entscheidungsfindung, Jasim.

    Liebi Grüess,
    Gabriela
     
  8. SusanneC

    SusanneC Erfahrener Benutzer

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    Ich habe mit Ovaria auch bei großen Zysten gute Erfahrungen gemacht. Wenn man jede Woche nachtastet merkt man es ja auch sehr schnell, sollten sich doch wieder größere Zysten bilden.
     
  9. Anabel

    Anabel Moderator Mitarbeiter Admin

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    Hallo Zusammen

    Danke für Eure Inputs. Die Zysten sind nicht hormonell-aktiv. Wir werden morgen mit der TÄ entscheiden. Frederike ist für ihr Alter sehr fit. Bei ihr wissen wir das Geburtsdatum genau.
    Ich tendiere - wie Fray - auf Punktion.

    Morgen oder Dienstag erzähle ich mehr. Denn eines ist sicher: ich muss etwas machen, sonst stirbt sie aufgrund der Organverdrängung.

    Gruss
    Jasmin
     
  10. Fray

    Fray VIP-User VIP

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    Hallo Susanne

    Wenn du das für dich zu Hause im "stillen Kämmerlein" praktizierst, ist das deine Sache und da gibt's auch nichts zu sagen. Viele homöopathische Laien fuhrwerken so, allerdings nicht immer zum Wohl des Tieres.
    Aber als Empfehlung an andere (und nicht alle Mitlesenden haben Erfahrung mit Zystenabtasten) finde ich es nicht angebracht, zumal gemäss des Beschriebs von Jasmin die Zysten schon sehr gross sind. Das kann von einem Tag zum anderen dramatisch werden.
    Nix für ungut, gell.

    Jasmin, ich drücke die Daumen, dass alles gut kommt und Frederike nachher wieder Ruhe hat.

    Liebi Grüess,
    Gabriela
     
  11. SusanneC

    SusanneC Erfahrener Benutzer

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    Ich habe das nicht auf eigene Faust gemacht, sondern in enger Absprache mit meiner Tierärztin, bei einemSchweinchen das aufgrund seines Zustands eine Narkose kaum überlebt hätte - ein Notschweinchen das Zysten in der Größe von Orangen im Bauch hatte, und die nicht nur groß, sondern auch noch hormonell aktiv. Ich weiß auch, dass das normalerweise unüblich ist, aber bei diesem Schweinchen war es so, die Zysten müssen auch schon recht lange da gewesen sein.

    Es war die einzige Hoffnung bei diesem Zustand, und es hat geklappt.

    Später haben wir es bei einem zweiten Schweinchen probiert, dessen Zysten so groß wie Kirschen waren, und auch hier hatten wir erfolg.
     
  12. Anabel

    Anabel Moderator Mitarbeiter Admin

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    Hallo

    Frederike ist einfach ein Unikum: die Riesenzyste hat sich entleert, so dass im Moment wieder genügend Raum vorhanden ist. Das Drücken, Untersuchen, Ultraschall hat die Entleerung ausgelöst. Das Problem ist zwar nicht gelöst, ist aber im Moment mal stabil.
    Ich hoffe, die Zyste füllt sich nicht gleich wieder.

    Madame Frederike ist aktiv und nach wie vor --- verfressen. Ich bleibe zurückhaltend, da ich nicht auslösen möchte, dass die Zysten aktiv werden.

    Ich behalte sie gut im Auge.

    Gruss
    Jasmin